Eine ganz besondere Geschichte: "Außerirdische haben es schwer mit uns" aus dem Buch: "NLP und HUNA"

Wege zu einem selbstbestimmten Leben/von Helmut Krusche/ Schirner Verlag/Stb Band-Nr. 67635.

 

Außerirdische haben es schwer mit uns!

Wieder einmal hatte ich die Externsteine im südlichen Teutoburger Wald besucht, jenen sagenumwobenen Kraftplatz mit den großen Felsen und ihrer starken Energieausstrahlung.

Ich hatte die beiden Felsen, auf denen Treppen nach oben führen, bestiegen, und als ich herunterkam, setzte ich mich unter einem großen Baum müde auf eine Bank, von wo aus man die Felsen gut beobachten konnte. Es war am frühen Vormittag, und erst wenige Menschen hatten den Weg hierher gefunden. Das war die Zeit, die ich bevorzugte, denn im Trubel der Touristenmeute war es sehr schwer, sich auf die unmittelbaren Eindrücke zu konzentrieren und die Energie der Steine zu spüren.

Am anderen Ende der Bank saß ein ungefähr vierzig Jahre alter Mann. Auf meinen Gruß hatte er nur kurz genickt. Er saß sehr ruhig und schien ganz versunken in den Anblick der Felsen.

Irgendetwas an dem Gesicht dieses Mannes war eigenartig. Zuerst konnte ich es mir nicht erklären, dann plötzlich wurde mir bewusst, was er war.

Menschen haben in der Regel zwei völlig unterschiedliche Gesichtshälften. Die rechte Seite ist meist spannungsreicher, lebendiger, aktiver und hat viel mehr Konturen. Sie entspricht der linken Gehirnhälfte. Die linke Gesichtsseite dagegen drückt mehr das Fühlen aus, ihr Tonus ist schwächer. Sie entspricht der rechten Gehirnhälfte.

Jede Gesichtshälfte drückt etwas anderes aus, und aus dem Gesamteindruck beider Hälften entsteht dann die Faszination eines Gesichts. Ein Gesicht, bei dem beide Seiten gleich wären, würde sehr unnatürlich wirken.

Genau das war bei diesem Mann aber der Fall.

Ich nahm an, dass die rechte Seite verdoppelt war, denn das Gesicht wirkte sehr stark.

Der Anblick dieses Fremden machte mich sehr neugierig, und als er mich kurz anblickte, sprach ich ihn an.

„Ich hoffe, dass ich Sie nicht gestört habe. Aber von dieser Bank hat man einen wunderbaren Blick auf die Steine. Ich genieße es, hier zu sitzen. Waren Sie schon oft hier?“

Er lächelte. „Wie man es nimmt“ Seine Sprache klang etwas künstlich; vielleicht bildete ich mir das aber auch nur ein.

„Um ihre Frage richtig zu beantworten, hier bin ich zum ersten Mal, aber ähnliche Eindrücke gibt es ja auch an anderen Plätzen der Erde, in Stonehenge, Carnac in der Bretagne, natürlich die Pyramiden..“

„Sie müssen viel herumgekommen sein, wenn Sie das alles erlebt haben“.

„Ja, ich habe schon viel erlebt. Hier ist es sehr schön, und ich genieße den Frieden“.

In diesem Augenblick begann das, was mich mein ganzes späteres Leben nicht mehr loslassen sollte.

Eine Wespe war plötzlich aufgetaucht und näherte sich seinem Gesicht. Lässig hob er die Hand, um die Wespe wegzuscheuchen. Aber diese Hand! Das konnte doch nicht sein, ich konnte es nicht glauben. Diese Hand hatte keine Handlinien!

Jede menschliche Hand hat Handlinien. Schon der Embryo weist die wichtigsten Linien auf: die Lebenslinie, die Kopflinie und die Herzlinie. Hatte ich mich vielleicht getäuscht? War die Hand durch einen Unfall verletzt, oder war es eine Kunsthand?

Er schien meinen misstrauischen Blick bemerkt zu haben, denn jetzt legte er – wie mir schien, sogar etwas demonstrativ – beide Hände mit den Handflächen nach oben auf seine Oberschenkel. Nein, die Hände waren unversehrt. Es waren gesunde, schöne Hände, nur eben ohne Handlinien. Es gab nur eine Erklärung: Dieser Mensch war kein Mensch – es musste ein Außerirdischer sein. Vorsichtig kniff ich meine Haut am Oberarm. Nein, ich war hellwach, und ich war auch nicht verrückt. Diese einmalige Chance durfte ich mir nicht entgehen lassen. Millionen Menschen wünschen sich, einmal einem Außerirdischen zu begegnen, und hier saß einer neben mir.

Äußerlich ganz ruhig, aber im Inneren völlig aufgewühlt, schaute ich ihm in die Augen.

„Woher kommen Sie? Sie sind kein Mensch!“

Diese ungeheuerliche Aussage schien ihn nicht zu berühren.

„Sie sind der Erste, der das gemerkt hat. Ja, sie haben recht. Ich bin nicht von dieser Erde“.

Es entstand eine kleine Pause, denn ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Endlich begann ich stockend: „Können Sie mir mehr erzählen?

Ich kann es noch nicht glauben, aber ich habe Ihre Hände gesehen, da sind keine Handlinien drin. Sie können sich darauf verlassen, dass ich es niemandem weitererzählen werde, wenn Sie es nicht wollen“.

„Warum nicht, vielleicht können Sie mir sogar helfen. Dort, wo ich herkomme, wird es langsam sehr eng. Unser Problem ist, dass wir sehr lange Leben, gleichzeitig aber immer neue Leben geboren werden. Ihr glaubt, eure Erde sei übervölkert. Dabei habt ihr noch jede Menge Lebensraum, und außerdem sterben die Menschen bei euch viel früher. Ihr helft ja auch nach, durch Kriege, Hungersnöte, Seuchen.. Das gibt es bei uns nicht. So schön unser Leben ist, wir müssen eine Lösung finden, und da wir selbst bis jetzt keinen gangbaren Weg entdeckt haben, schicken wir Kundschafter in alle bewohnten Teile des Universums, um uns Anregungen zu suchen. Ich bin der Erste auf der Erde, und meine Mission ist es, die Menschen zu beobachten und herauszubekommen, wie sie reagieren.

Wir sind an einer Zusammenarbeit interessiert, nicht an einem Kampf. Da wir sehr gewissenhaft sind, bereiten wir uns auf jede neue Situation gründlich vor. Ich will also wissen, wie Menschen sind, wie sie reagieren, was für sie wichtig ist. Was müssen wir tun, um sie zu einer bestimmten Handlung zu veranlassen?“

Ich weiß nicht, ob ich voll bei der Sache war. Das alles war so jenseits des normalen Verstandes, dass ich es nicht glauben konnte. Aber da saß dieser Mann ohne Handlinien vor mir und sprach über uns Menschen wie über reine Studienobjekte. Geistesabwesend nickte ich.

„Wir wissen sehr viel über euch. Über euren Alltag, die Dinge, die ihr benützt, die Sprache. Wir können uns äußerlich anpassen und eure Sprache sprechen. Nur wie und wann ihr in einer bestimmten Weise reagiert, das konnten wir leider nicht herausbekommen. Zu widersprüchlich ist das, was wir bis jetzt beobachten konnten“.

Nach einer Weile fuhr er fort.

„Ein Beispiel. Ich ging auf einer Landstraße, als ein Auto neben mir hielt. „Wollen Sie mitkommen?“ fragte mich der Fahrer. Ich stieg ein und fuhr zum ersten Mal Auto. Der Mann war ein Geschäftsmann. Er erzählte von einem wichtigen Geschäft, das er vorhatte. Dann fuhr er auf die Autobahn. Er fuhr sehr schnell. Plötzlich wusste ich, dass uns ein, wie ihr es nennt, „Geistesfahrer“ frontal entgegenkam. Gleich würde es zu einem Zusammenstoß kommen, und das lag natürlich nicht in meinem Interesse, auch wenn mir selbst nichts geschehen konnte. Ich sagte: „Fahren sie ganz rechts und langsam. Hinter der Kurve kommt uns ein Wagen entgegen“.

Er aber lachte nur, während er überholte. „Woher wollen Sie das denn wissen?“ Er fuhr direkt in den anderen Wagen hinein, und ich brauchte meine ganze Energie, dass er durch den Wagen hindurch fuhr. Er hatte nichts davon mitbekommen und lachte. „Na, wo ist denn der Geisterfahrer?“

Ich konnte mir die Situation sehr gut vorstellen. Bevor ich etwas sagen konnte, fuhr er fort.

„Daraus habe ich gelernt. Wenn man einem Menschen sagt, dass er etwas tun soll, dann tut er genau das Gegenteil“.

„Ja“, bemerkte ich. „Viele Menschen reagieren so, aber nicht alle. Bei manchen Menschen kann man allerdings vorhersagen, dass sie sich so verhalten werden. Man nennt diese Menschen polarity responder.

„Sie haben recht. Aber man kann sich auf keine Reaktion verlassen. Bei anderen Menschen ist es nämlich genau andersherum. Wenn man ihnen sagt, dass sie etwas tun sollen, dann tun sie es auch.

Ich habe das erlebt. Auf einer Brücke stand eine Frau und starrte in das Wasser eines reißenden Flusses. Ich wusste, dass sie sich das Leben nehmen wollte. Als ich näher kam, war sie schon über das Geländer geklettert und war kurz vor dem Abspringen. Da ich bei dem Mann im Auto gelernt hatte, dass Menschen das Gegenteil von dem Tun, was man ihnen sagte, rief ich ihr zu „Spring!“ und sie sprang. Unbegreiflich.

Was stimmt denn nun?“

„Ist sie ertrunken?“ fragte ich.

„Natürlich nicht. Ich konnte ihren Sprung so lenken, dass sie am sicheren Ufer landete. Sie schien sehr überrascht zu sein und ging nachdenklich nach Hause. Ihr Menschen seid so eigenartig, keine klare Linie“.

„Ja, das stimm“, murmelte ich, und mir wurde sehr unbehaglich.

„Dann kam mir die Idee, dass man nicht nur sprechen darf. Vielleicht muss man Menschen berühren, damit sie tun, was man will. Ich habe öfter Paare beobachtet, die sich innig umarmt haben. Hören Sie zu, was mir geschah. Ich ging im Park spazieren, als eine junge, hübsche Frau mir entgegenkam. Jetzt wollte ich es wissen. Ohne zu zögern ging ich auf sie zu, sodass sie gerade noch vor mir anhalten konnte. Dann berührte ich ihre Schultern ganz weich und sagte: „Bitte drehen Sie sich um und gehen Sie zurück“. Das hätten Sie mal erleben sollen. Ihre Augen traten fast aus den Augenhöhlen. Sie stieß mich zurück, schrie mich an. „Was bilden Sie sich ein? Wer sind sie überhaupt? Wenn Sie mich noch einmal berühren!“

Ich nahm schleunigst Reißaus. Sie kam mir gar nicht mehr hübsch vor“.

Ich musste lachen. „So was kann man auf gar keinen Fall machen. Das ist ja schon eine unsittliche Berührung. Frauen lassen sich so etwas heute nicht mehr gefallen“.

„Und Männer?“ fragte er.

„Die würden wahrscheinlich gleich zuschlagen“.

„Jetzt verstehe ich, warum die nächsten Methoden, die ich ausprobierte, auch nicht funktionierten. Im Park saßen einige Jugendliche auf der Bank. Sie rauchten, spielten laute Musik aus einem Kassettenrekorder. Ich trat an sie heran. „Wenn ihr nicht sofort die Musik leiser stellt und aufhört zu rauchen, dann könnt ihr was erleben!“ Wie gut, dass ich kein Mensch bin. Ich wäre wohl nicht mehr am Leben. Mit Drohen erreicht man also auch nichts“.

„Ganz so ist es nicht“, warf ich ein. „Nur muss man sehr stark sein, wenn man mit Drohungen etwas erreichen will“.

„Auf meinem Arbeitszettel stand, dass ich es auch mit Belohnungen versuchen sollte. Wir haben ja alles genau geplant. Als ich also an einem Spielplatz vorbeiging, wollte ich es versuchen. Ein kleines Mädchen saß auf einer Bank und spielte mit einer Puppe. Die Mutter saß einige Bänke weiter und unterhielt sich mit anderen Frauen. Ich setzte mich neben das Kind. „Eine schöne Puppe hast du. Möchtest du ein neues Kleid für deine Puppe?“ Das Mädchen antwortete nicht. Ich nahm an, dass es schüchtern war. „Wenn ich die Puppe einmal halten und sie streicheln darf, bekommst du ein hübsches Puppenkleid“. Und da schrie sie los. „Mami, Mami, der Mann hier hat gesagt, dass ich ihn streicheln soll“. Sie brüllte wie am Spieß, und die Frau kam auf mich losgestürzt. „Du Kindesverführer, du..“.

Nur gut, dass es mir leichtfällt, mich unsichtbar zu machen. Nichts geht bei euch Menschen. Alles ist kompliziert, oder ich mache alles falsch“.

„Sie sagen es“, nahm ich den Faden auf. „So geht das wirklich nicht. Es gibt zu viele Verbrecher. Man kann als Mann nicht einfach auf einen Kinderspielplatz gehen und ein fremdes Kind ansprechen“.

„Das habe ich auch erkannt. Deshalb ging ich auf die Straße und sprach verschiedene Leute an. Ich weiß ja, dass ihr Menschen Geld mögt. Also sagte ich: „Ich möchte Ihnen hundert Euro schenken“. Glauben Sie, ein einziger Mensch hätte das Geld angenommen? Einige zuckten nur mit der Schulter, andere grinsten mich unverschämt an. Niemand griff zu. Ich kam gar nicht dazu, den Vorbeigehenden zu sagen, dass ich für die hundert Euro gar nichts wollte. Ich wollte sie den Leuten einfach nur schenken“.

Er tat mir richtig leid. Ich hatte mir nie darüber Gedanken gemacht, wie schwer es bei uns ist, Menschen zu beeinflussen.

„Was immer ich tat, es funktionierte nicht. Das Ergebnis, das ich nach Hause bringe, ist sehr unbefriedigend. Menschen sind äußerst komplizierte Wesen. Gibt es denn keinen Kanal, über den man sie direkt erreichen kann?“

„Ich glaube, ich kenne den Weg“, antwortete ich. „Aber ich kann es Ihnen nicht sagen. Sie würden es doch nicht verstehen. Der Kanal sind unsere Gefühle. Aber was verstehen Sie davon?“

Er saß einen Augenblick ganz ruhig da. Dann erhob er sich.

„Ich habe dich eben angezapft“. Plötzlich sagte er du zu mir. „Was es genau ist, weiß ich noch nicht, aber ich fühle so eine Idee. Lass mich eine Weile allein. Gleich wird eine junge Frau hier vorbeikommen. Da kann ich es ausprobieren“.

Ich sah zwar keine junge Frau, aber ich stand auf und setzte mich auf eine andere Bank – weit genug entfernt, sodass ich nicht stören würde, aber doch nahe genug, dass ich gut beobachten konnte. Es dauerte keine Minute, da kam die Frau setzte sich neben den Fremden. Sie sah müde und deprimiert aus. Das passte so gar nicht zu dem schönen Tag. Zuerst passierte gar nichts, jedenfalls nichts, was ich beobachten konnte. Dann wandte er seinen Kopf leicht zur Seite und lächelte sie an. Zu meiner Überraschung lächelte sie zurück. Keiner sprach ein Wort, aber es war wie ein Wunder. Das Gesicht der Frau wurde immer entspannter, sie atmete tief durch und richtete ihren Oberkörper auf. Was war geschehen? Nach einigen Minuten stand sie auf, ging auf den Fremden zu, sagte „Danke!“ und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Ohne sich umzublicken, ging sie mit elastischen Schritten davon. Sicherheitshalber wartete ich noch einen Augenblick, dann eilte ich zur anderen Bank und setzte mich neben den Fremden. „Was hast du gemacht? Das war ja wie ein Wunder!“

Er hatte noch immer ein leichtes Lächeln auf den Lippen.

„Du siehst es doch. Es sind die Gefühle, mit denen man Menschen lenken kann. Ich fand die Frau sehr nett, aber sie muss großen Kummer haben. Also ließ ich ganz viel liebevolle Energie in sie fließen. Dann bildete ich eine Gedankenform. Ich stellte mir vor, wie diese junge Frau wieder voller Lebensmut ist; wie sie daran glaubt, dass alles gut wird. Das Bild war voller Leben, voller Lebensfreude. Ich fand die richtigen Farben, das richtige Licht… Diese Gedankenform ließ ich in sie hinein schweben, eins mit ihr werden. Und dann lächelte ich, um auch äußerlich eine Botschaft zu schicken“.

„Ja, das ist die Lösung. Gute, positive Gefühle, Gefühle der Liebe, des Vertrauens, das brauchen wir Menschen mehr als alles andere. Ich sehe nur ein Problem: "Was ist mit Menschen, die nicht bereit sind, Liebe anzunehmen"? Menschen, die ganz negativ und böse sind, die keine Hemmungen haben, vielleicht sogar Verbrecher sind?“

„Das weiß ich auch nicht, aber ich glaube, in irgendeiner Form wird das Licht auch sie erreichen. Wahrscheinlich werden wir noch viel forschen müssen. Für mich aber ist die Mission auf der Erde zu Ende, diese Aufgabe soll mein Nachfolger übernehmen. Ich danke dir für deine Hilfe. Nimm das zur Erinnerung“.

Er drückte mir einen runden, fast schwarzen Stein in die Hand. Ohne sich umzuschauen, ging er dann davon und verschwand im Wald. Als ich den Stein mit meiner Hand umschloss, spürte ich eine warme, starke Energie.

 

Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung von Helmut Krusche

Hier nochmals meinen recht herzlichen DANK!

Weitere Informationen zu der besonderen Arbeit von Helmut Krusche: 

www.http://www.kruscheundkrusche.de